Eine besonders beliebte Form moderner Kredite in Deutschland ist der Ratenkredit. Dieser kann gewissermaßen als Grundform von Krediten gesehen werden.
Unter einem Ratenkredit im Allgemeinen ist ein Darlehen an Privatpersonen zu verstehen, die den geliehenen Betrag in monatlichen Raten an den Kreditgeber zurückbezahlen. Für die Dienstleistung eines Ratenkredites erhebt der Kreditgeber Zinsen, die zum geliehenen Betrag addiert werden und die Gesamtkreditschuld des Kreditnehmers ergeben. Je nach Höhe des Darlehens und Länge der Laufzeit variiert der jeweilige Zinssatz. Die Bonität – also Zahlungsfähigkeit – des Kreditnehmers hat im Rahmen eines Ratenkredites in der Regel keinen Einfluss auf die Höhe der zu zahlenden Zinsen. In diesem Punkt unterscheidet sich ein Ratenkredit signifikant von einem gängigen Privatkredit.
Ein Ratenkredit kann grundsätzlich zur freien Verfügung des Kreditnehmers stehen. Oftmals ist ein Ratenkredit jedoch zweckgebunden. Hierbei sei beispielsweise an Autokredite gedacht, die der Finanzierung eines bestimmten Fahrzeugs dienen. Auch „Kaufen auf Raten“, wie es von Versandhäusern in Deutschland oftmals angeboten wird, fällt in die Rubrik der Ratenkredite und ist an den Kauf bestimmter Waren gebunden.
Wie kann ein Ratenkredit beantragt werden?
Für die Beantragung eines Ratenkredites ist in jedem Fall die Vorlage des Personalausweises für eine eindeutige Identifikation des Verbrauchers notwendig. Je nach Anbieter kann zudem ein Einkommensnachweis gefordert werden, um die Bonität des Einzelnen bestimmen zu können. Diese fungiert gewissermaßen als Sicherheit für den Kreditgeber. Nicht selten hängt die Höhe der Kreditsumme im Rahmen eines Ratenkredites von den geforderten Auflagen durch den Kreditgeber ab. Eine Abfrage der Schufa erlaubt dem Kreditgeber zudem einen Überblick über eventuell weitere offene Kredite oder sonstige Merkmale, die für ein Kreditgeschäft von Bedeutung sind.
Wertvolle Tipps für den Verbraucher im Rahmen eines Ratenkredites
Generell ist es wichtig für den Kreditnehmer, die eigene finanzielle Zahlkraft nicht zu überschätzen. Dies spielt vor allem bei der Bestimmung der Laufzeit und der damit verbundenen Höhe der monatlichen Raten eine große Rolle. Natürlich wird die Gesamtbelastung für den Einzelnen umso geringer ausfallen, je kürzer die Laufzeit des Ratenkredites gewählt wurde. Jedoch gilt es zu bedenken, dass eine Aussetzung der Raten infolge von einer (vorübergehenden) Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers als äußerst schwierig gilt und mit großen Mühen verbunden ist. Aus diesem Grund sollte die Höhe der Raten durchdacht und entsprechend vorsichtig gewählt werden. Sondertilgungen sind oftmals im Rahmen eines Ratenkredites möglich und werden vom Kreditgeber akzeptiert. Ein Aussetzen der Ratenzahlungen hingegen wird in der Regel abgelehnt. Dieses Wissen sollte bei der Wahl der Laufzeit des Kredites berücksichtigt werden, um eine Überschuldung des Kreditnehmers zu vermeiden.
Das Aufstellen einer Haushaltsrechnung ist hierfür in jedem Fall zu empfehlen. In dieser werden alle Einnahmen des Verbrauchers den Ausgaben gegenübergestellt. Der daraus resultierende Differenzbetrag sollte letztlich die Höhe der Raten des Kredites bestimmen.
Welche Vorteile bringt ein Kreditvergleich dem Verbraucher?
Aufgrund der Tatsache, dass die Konditionen der verschiedenen Kreditanbieter heutzutage durchaus unterschiedlich ausfallen können, ist ein Vergleich der einzelnen Ratenkredit Anbieter vor dem Abschluss in jedem Fall empfehlenswert. Hierdurch kann der Kreditnehmer letztlich bares Geld in Form von besonders niedrigen Kreditzinsen oder Bearbeitungsgebühren einsparen.